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Landwirtschaft noch besser verstehen – eine Einführung für Naturschützende

Webseminare und Exkursionen: Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz und Landwirtschaftskammer Niedersachsen starten neues Kooperationsprojekt

Schneverdingen – Gesetzliche Vorgaben des Naturschutzes vermitteln, kontrollieren und dabei möglichst partnerschaftlich mit landwirtschaftlichen Betrieben zusammenarbeiten: Diese Herausforderungen bedeuten für hauptamtliche Naturschützende mitunter einen Spagat, für den sie professionelle Anleitung gut gebrauchen können. Genau hier setzt die neue Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft verstehen – eine Einführung für Naturschützende“ an. Organisiert wird das Format von der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz sowie von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und deren Landwirtschaftlichem Bildungszentrum (LBZ) Echem. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Donnerstag (27.11.2025) zum Auftakt-Termin nach Schneverdingen.

Wachsende Erwartungen an die Landwirtschaft

Die Erwartungen, die heute an die Landwirtschaft gestellt werden, gehen weit über die eigentliche Produktion von Lebensmitteln hinaus: Im Zuge etwa der EU-Agrarförderung und nationaler politischer Vorgaben gilt es für die Betriebe diverse Auflagen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes in ihren Produktions-Alltag zu integrieren, freilich ohne dabei die wirtschaftlichen Belange aus den Augen zu verlieren. Dieser Entwicklung trägt die Veranstaltungsreihe passgenau Rechnung: Durch ein verbessertes Verständnis für die Entscheidungswege und Planungsfaktoren, die maßgeblich den landwirtschaftlichen Betrieb prägen, sollen in der Arbeit vor Ort dann möglichst naturschutzfachliche und landwirtschaftliche Ziele besser in Einklang gebracht werden. Dazu bedarf es neben dem Wissen und Verständnis auch eines Maßes an Flexibilität in der Ausgestaltung von Maßnahmen.

Von Ruschkowski: Besseres Verständnis füreinander

Vom Ackerbau über die Grünlandbewirtschaftung bis hin zu Agrarförderung und Tierhaltung: An insgesamt neun Terminen – teils als Webseminare, teils als Exkursionen – werden bis Mitte 2026 verschiedene fachliche Themen vorgestellt und diskutiert. „Mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und insbesondere dem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem verbindet uns eine langjährige Kooperation, aus der schon viele interessante Veranstaltungen hervorgegangen sind“, so Dr. Eick von Ruschkowski, Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an diesem Angebot und wollen damit dazu beitragen, dass aufgrund eines besseren Verständnisses füreinander Lösungen für den Naturschutz schneller gefunden werden.“

Schwetje: Naturschutz braucht in vielen Fällen Flächen-Bewirtschaftung

„Erfolgreicher Naturschutz braucht in vielen Fällen eine Bewirtschaftung der Flächen. Das geht nur im Zuge einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Dafür braucht es gegenseitiges Verständnis und vor allem Kenntnis über die komplexen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft“, sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje über das Ziel der Veranstaltungsreihe. „Wir sind gern bereit, dieses Format gemeinsam mit der Alfred Toepfer Akademie zu gestalten. Ein stetiger Dialog und das Wissen voneinander helfen Missverständnisse und Kommunikationshürden auszuräumen. Diese positive Erfahrung haben wir insbesondere in den zahlreichen Gesprächen im Zuge des ,Niedersächsischen Wegesʻ immer wieder gemacht“, fügte Schwetje hinzu.

Inhalte der Auftaktveranstaltung waren unter anderem die Fragestellungen:

Welche Rahmenbedingungen bietet der Markt? Wie sieht ein Jahr im Ackerbau aus, wie im Grünland? Was unterscheidet Mutterkuhhaltung von Milchviehhaltung? Und wie ist der landwirtschaftliche Berufsstand organisiert, was sind seine Aufgaben?

Details zum Veranstaltungsprogramm erfahren Interessierte auf der Website der Alfred Toepfer Akademie: Landwirtschaft verstehen – eine Einführung für Naturschützende | Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz

 


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