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Ökologische Weidetierhaltung und Herdenschutz

In ganz Niedersachsen treten vermehrt Wolfsrisse bei Weidetieren auf. In der ökologischen Tierhaltung ist der Weidezugang während der Vegetationsperiode verpflichtend für Rinder, Ziegen, Schafe und Equiden. 

Am 14.03.2023 fand die Veranstaltung „Ökologische Weidetierhaltung und Herdenschutz“ in Echem statt. Zunächst gab Beraterin Katharina Bittner (LWK Niedersachsen) einen Einblick in die praktische Weidetierhaltung auf den Betrieben. Bei der Weidehaltung gibt es einige Aspekte zu beachten, um ein hohes Maß an Tierwohl zu gewährleisten. Welche Vorgaben müssen ökologische Betriebe erfüllen und welche Herausforderungen kommen auf Weidetierhalter zu? Wie kann beispielsweise ein Witterungsschutz auf der Weide aussehen? Ebenso wurden Optimierungsmaßnahmen wie die Befestigung von Triebwegen und Tränkestellen erläutert.

Im Anschluss berichtet Futterbauberater Heiko Philipp (LWK Niedersachsen) über die Herausforderungen der ökologischen Grünlandbewirtschaftung und welche Maßnahmen sich eignen, um eine intakte Weide zu erhalten. Weiterhin werden verschiedene Weidemodelle und typische Weidekrankheiten vorgestellt. Fazit der beiden Vorträge: Weidehaltung ist in jedem Fall individuell - Für den Betrieb und für das Tier.

Als nächstes steigt Herdenschutzberaterin Elke Steinbach (LWK Niedersachsen) in das große Thema Herdenschutz bei den verschiedenen Tierarten ein. Zunächst wird vorgestellt welche Einzäunungen im Rahmen der wolfsabweisenden Einzäunung gefördert werden können. Schnell wird klar: Ein Umdenken muss stattfinden. So haben Weidetierhalter zuletzt ihre Tiere nach Kriterien eingezäunt, dass die Weidetiere nicht ausbrechen können. Nun ist allerdings eine andere Form der Einzäunung notwendig, die unerwünschte Eindringlinge außerhalb der Weide hält. Um eine wolfsabweisende Einzäunung erstellen zu können, muss man zunächst verstehen, wie der Wolf vorgeht.

Anträge auf eine wolfsabweisende Einzäunung und alle Details im Überblick finden Sie unter Webcode 01036223. Gefördert werden kann die einmalige Anschaffung der Einzäunung. Nicht aber die Arbeitsstunden für den Aufbau, noch für die Instandhaltung. Unter 0511/3665-1500 können Risse gemeldet werden. Die Risshotline sollte sich jeder Weidetierhalter vermerken. Wolfssichtungen können hier gemeldet werden: https://www.wolfsmonitoring.com/meldung.

Im Anschluss wurde mit allen Teilnehmenden die Musterzaunanlage besichtigt. Hier werden die verschiedenen Einzäunungen nochmals in der Praxis erklärt. Welche Materialien sich für welche Tierart eignen und welche Materialien langlebiger sind, als andere. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt wurden einige Zaunpflegetechniken vorgestellt, die vor allem das Freihalten des Zaunes von Bewuchs erleichtern. Darüber hinaus wurde auch auf den Herdenschutzhund eigegangen, dessen Anschaffung ebenfalls gefördert werden kann. Merkblätter für eine die verschiedenen Herdenschutzzäunungen der einzelnen Tierarten finden Sie unter Webcode 01039127.

Wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben, aber die Musterzaunanlage gern besichtigen würden, ist das jeden ersten Dienstag eines Monats möglich bei der Fachbezogenen Führung bei der Musterzaunanlage. Die nächsten Veranstaltungstermine finden Sie unten Webcode 01039559.


Kontakt:
Katharina Bittner
Beraterin Umstellungsberatung, Ökologische Tierhaltung (Rind, kleine Wiederkäuer, Pferd)
Telefon: 0511 3665-4494
Telefax: 0511 3665-4578
E-Mail:
Heiko Philipp
Berater Ökologischer Landbau
Telefon: 04761 9942-177
Telefax: 0511 3665-4578
E-Mail:


Stand: 15.06.2023