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Dinkel – auch Spelzweizen genannt – ist im Ökolandbau eine etablierte Kultur im Anbau und Verarbeitung. Dinkel hat geringere Ansprüche an Bodengüte und Nährstoffversorgung als der Winterweizen. Er eignet sich deshalb auch gut für Standorte, wo der Weizenanbau an seine Grenzen kommt. Die Erträge und Qualitäten fallen in diesem Jahr überwiegend erfreulich aus. Aufgrund der unbeständigen Wetterlage während des diesjährigen Erntezeitraums liegen teilweise Partien mit schwächeren Fallzahlen vor. Gegenwärtig hat sich der Öko-Dinkelmarkt wieder erholt. Um eine Überlastung des Marktes vorzubeugen, sollte der Anbau mit der aufnehmenden Hand abgestimmt werden.
Stand: 27.09.2025
Dinkel – auch Spelzweizen genannt – ist im Ökolandbau schon seit Jahren eine etablierte Kultur im Anbau und Verarbeitung. Der Dinkelanbau erlebt seit ein paar Jahren auch im konventionellen Anbau eine Renaissance. Diesen Trend spiegeln auch die steigenden Anbauflächen in Niedersachsen wieder. Die meisten Dinkelsorten sind nicht frei dreschend, d.h. im Gegensatz zum Weizen zerbrechen beim Drusch die Ähren in sogenannte Vesen. Diese bestehen aus einem Ährenspindelstück, das zumeist mit zwei von Spelzen umhüllten Körnern besetzt ist. In einem zusätzlichen Schälgang (Gerben) müssen Korn und Spelz mittels spezieller Entspelzungsanlagen voneinander getrennt werden. Bisher ist es üblich den Dinkel auch im Spelz auszusäen. In der Praxis stehen Landwirt*innen bei der Aussaat gerade von bespelztem Dinkelsaatgut teilweise vor der Problematik, dass die Vesen bzw. Spindelstücke die Drilltechnik zusetzen können. Teilweise kommt es im Saatguttank zu Brückenbildungen, welche einen gleichmäßigen Saatgutdurchfluss verhindern. Anschließende Fehlstellen bei der Aussaat werden oftmals erst beim Feldaufgang sichtbar.
Stand: 23.10.2025