Namen, Adressen, E-Mail
Sinkende Schwefeldioxidemissionen aus der Luft haben zu einer niedrigeren Schwefel-Verfügbarkeit und folglich zu geringeren S-Gehalten in den Pflanzen geführt. Schwefel gehört zur Gruppe der Hauptnährstoffe. Mehrjährige bundesweite Versuchsvorhaben belegen: Auch im Ökolandbau muss der Schwefelbedarf bei zahlreichen Kulturen beachtet werden! Schwefel ist ein für das Wachstum der Pflanzen essentieller Pflanzenhauptnährstoff. Neben Kreuzblütler wie Raps haben auch Leguminosen einen hohen Schwefelbedarf. Schwefel ist für die Synthese schwefelhaltiger Aminosäuren und für den Aufbau der Spross- und Wurzelmasse der Pflanze erforderlich. Vor allem aber ist die symbiotische Stickstofffixierung essentiell an ein ausreichendes Angebot von pflanzenverfügbarem Schwefel gebunden. Fehlt dieser, ist die Fixierleistung der Knöllchenbakterien unzureichend und die Eiweißsynthese ist vermindert. Dies kann weitreichende Folgen für die gesamte Fruchtfolge haben.
Stand: 23.10.2025
Der Weizensteinbrand Tilletia caries gehört zu den gefährlichsten Krankheiten des Weizens und tritt in den letzten Jahren im zunehmenden Umfang auf. Dies gilt insbesondere für den Ökolandbau. Befallen werden kann neben Weizen auch Dinkel, Triticale, Emmer und Einkorn.
Aufgrund des zunehmenden Befalls von Getreidebeständen durch Blattkrankheiten kam es in den letzten Jahren vor allem bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben zu Ertragseinbußen und Qualitätsverlusten. Besonders das Jahr 2014 fiel im langjährigen Vergleich mit hohem Gelbrostbefall auf. Ob Sortenmischungen im Winterweizenanbau bei der Unterdrückung von Blattkrankheiten helfen können erläutert der vorliegende Bericht.
Mit obst- und gemüsebaulichen Kulturen werden Lebensmittel produziert, die unmittelbar der menschlichen Ernährung dienen. An die Qualität der Produkte werden vom Gesetzgeber, vor allem aber von den Lebensmittelhändlern, besondere sehr strenge Anforderungen gestellt. Durch Pflanzenschutzmaßnahmen, die in Nachbarkulturen durchgeführt werden, kann diese Qualität erheblich beeinträchtigt werden. Deshalb müssen auch in der Nachbarkultur die Pflanzenschutzmittelanwendungen entsprechend sorgsam durchgeführt werden.
Stand: 09.02.2023